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...unser
BRUTUS
vom Klostergarten |
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Leben mit einer
Deutschen Dogge
-Erfahrungsberichte-
...jedes
Jahr auf´s Neue! (Sommer 2009)
ZECKEN!!!
Oh wie ich diese Viehcher verabscheue! Die sind einfach nur ekelhaft! Sie
saugen Mensch und Tier nicht nur das Blut aus, nein, sie übertragen
dazu auch noch Krankheiten.
Es gibt weltweit mehr als 850 verschiedene Arten dieser kleinen Biester.
In unserer Gegend sind aber wohl zwei die am häufigsten vorkommen:
- der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) und
- die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus).
Weiterführende Informationen hierzu auch auf der HP:
Die Krankheiten
Borreliose (Lyme disease)
Borrelien
sind Bakterien, die durch den gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus)
übertragen werden. Die Borreliose geht mit Fieber, Appetverlust
und Mattigkeit einher. Es kann zu Gelenkentzündungen kommen, in
späteren Stadien auch zu Organschäden.
Babesiose (Piroplasmose)
Babesien
sind Einzeller, die durch die braune Hundezecke (Rhipicephalus
sanguineus) und die Bunt- oder Auzecke (Dermacentor reticulatus)
übertragen werden. Sie befallen und zerstören die roten
Blutkörperchen. Daher wird bei der Babesiose als häufigstes
Symtom Blutarmut festgestellt. Weitere Symtome können hohes
Fieber, roter oder grünlicher Urin sowie Gelbsucht sein.
Häufig treten auch entzündliche Veränderungen der Augen
auf. Sogar Netzhautablösungen können die Folge sein.
Ehrlichiose (Rickettsiose)
Ehrlichen
(Rickettsien) sind Erreger, die in den sogenannten Monozyten leben. Sie
werden durch die Bunt- oder Auzecke (Dermacentor reticulatus)
übertragen. Akut an Ehrlichose erkrannkte Tiere können unter
hohem Fieber, Apathie , Fressunlust, Lymphknotenschwellungen und
Blutungen leiden. Chronisch an Ehrlichiose erkrannkte Hunde magern ab
und zeigen eine deutliche Blutungsneigung.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beim Menschen
Die Viren
des FSME werden durch den gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus)
übertragen. Die Symtome der FSME sind oft unklar. Mattigkeit,
Fieber und Bewegungsstörungen können Hinweise sein. Im
späteren Verlauf können auch Halsbeugestörungen
auftreten.
Zwar lassen sich diese Erkrankungen bei Hunden behandeln, ihre Therapie
it aber in der Regel langwierig und kostenintensiv. Umso wichtiger ist
es, diesen Krankheiten durch einen wirksamen Zeckenschutz vorzubeugen.
Möglichkeiten zum Schutz:
Es gibt Zeckenhalsbänder, wie z.B. von Scalibor,
Ampullen, wie z.B. Front Line oder Advantix, aber auch Öle und Spray´s.
Wir haben Front Line und auch Advantix bei unserer Dogge ausprobiert
und ich muß sagen, das beide Mittel wirklich eine gute Wirkung gezeigt haben.
Was natürlich nicht so toll ist, ist das man den Hund am ersten
Tag nicht an der Stelle streicheln soll an der man das Serum
aufgetragen hat und falls es doch passiert,
sollte man sich gründlich die Hände waschen.
Das alleine ist schon doof, außerdem sagt mir das monatliche Auftragen nicht so recht zu.
Zu den Wirkungen von Ölen und Spray´s kann ich nichts sagen,
da wir diese noch nie ausprobiert haben. Ich persönlich würde
mich nicht für ein Halsband entscheiden, da unser Brutus zu hause
immer ohne Halsband läuft und diese Bänder wohl
durchgängig (Tag/Nacht) getragen werden müssen um eine volle
Wirkung zu erziehlen.
...im
September 2007
Mit ungefähr 8 1/2 Monaten bemerkten wir einen dicken
roten "Knubbel" in Brutus Augenwinkel. Nur ein Auge war betroffen, das
andere war in Ordnung. Komisch...
Da wir damit nichts anfangen konnten, sind wir gleich am darauffolgenden
Tag zu unserer Tierärztin gefahren. Die schaute sich das Auge an und erklärte uns
dass das ein Vorfall der Nickhautdrüse sei und das sie versuchen würde, mit Hilfe
einer Pinzette, diese wieder an ihren Platz zu setzten. Das hat auch wunderbar geklappt,
leider aber nicht für lange.
Kaum waren wir wieder zu hause und Brutus tobte im Garten,
schwupps war die doofe Drüse wieder draußen. Na toll!
Das Spielchen wiederholte sich noch zwei Mal bis unsere Tierärztin aufgab.
Sie verwies uns an eine Augenspezialistin aus Rodenberg mit den Worten,
dass das nun wohl doch operiert werden müßte. Ohje...
Kaum zu Hause angekommen griff ich gleich zum Telefon und vereinbarte einen Termin
mit Frau Dr. Gudrun Steinbach.
Sie wollte sich sein Auge erst einmal anschauen und dann entscheiden.
Zwei Wochen später sind wir dann hingefahren und eine Woche
später war dann der OP Termin. Ohje, der arme Brutus mußte
in Vollnarkose versetzt werden. Ganz benommen haben wir ihn dann 4
Stunden später abgeholt.
Wieder zu Hause hat unser Hund dann den ganzen Tag verschlafen.
Selbst am nächsten Tag war er noch nicht ganz der Alte.
Die folgenden vier Wochen durfte Brutus dann nur an der Leine spazieren gehen
und nicht toben, da die Gefahr dass die Drüse wieder rausrutscht,
kurz nach der OP, zu groß war. Um der Drüse wieder an ihrem Platz Halt zu geben,
wurde das Lid operativ verkürzt und ein Stück des Knorpels
rausgeschnitten und das mußte nun ja erstmal wieder verwachsen!
Das war gar nicht so einfach einen mittlerweile 10 Monate alten
Doggenrüden ruhig zu halten! Aber es hat geklappt.
Das Auge ist super verheilt und wir hatten seitdem auch keinen Ärger mehr damit.
Kostenfaktor:
ca. 500.- Euro (inkl. der Behandlungen bei unserer Tierärztin)
Nickhautdrüsenvorfall
Was ist ein Nickhautdrüsenvorfall?
Das dritte Augenlid oder die Nickhaut ist eine dreieckig geformte Bindehautstruktur,
die zwischen der Hornhaut und dem Unterlid am inneren Augenwinkel eingefügt liegt.
Sie dient dem Schutz des Auges.
Ein Vorfall der Drüse des dritten Augenlides ist ein abnormales Herausdrehen
der Tränendrüse, die sich hinter dem dritten Augenlid befindet.
Diese Tränendrüse ist verantwortlich für mehr als ein Drittel der
Tränenproduktion, die nötig ist, um das Auge ständig feucht zu halten.
Eine mangelhafte Produktion von Tränenflüssigkeit kann zu
einem "trockenen Auge" führen.
Was ist die Ursache für einen Nickhautdrüsenvorfall?
Die exakte Ursache ist unklar.
Es wird angenommen, dass eine "Bindegewebsschwäche" des Bandes,
welches die Drüse an ihren Platz hält, verantwortlich ist.
Somit ist die Drüse beweglicher und kann sich herausdrehen.
In einem Teil der Fälle ist auch der Knorpel, der die Nickhautdrüse stützt, gedreht.
Was sollte getan werden?
Wird dies nicht behandelt, hat das zur Folge, dass sich die Nickhaut entzündet, vermehrt
Tränen fließen und der "Knubbel" eventuell beim Sehen stört.
Wird diese Drüse oder gar die Nickhaut entfernt, kann dies ein trockenes Auge
zur Folge haben. Deshalb ist eine chirurgische Fixierung der Drüse an ihren ursprünglichen
Platz zu empfehlen. Dazu ist eine kurze Vollnarkose notwendig.
Die Operation solllte von einem erfahrenen
Augen-Tierarzt durchgeführt werden.
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www.brutus-vom-klostergarten.de
I.Hepke |
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